Welche Features sollte eine gute Mauernutfräse haben?

Kaufberatung

Schaut man sich die vielen unterschiedlichen Geräte am Markt an, kann man schnell den Überblick verlieren. Überall wird mit anderen Ausstattungsmerkmalen geworben. Doch welche Werte sind gut, wo gibt es Fallstricke und welche Features sind nur ein Marketinginstrument? Die Antworten auf diese Fragen gibt es in diesem Artikel.

Leistung & Leerlaufdrehzahl

Hierbei handelt es sich um das wichtigste Feature und gerade hier tricksen die Hersteller gerne. Eine starke Mauernutfräse zeichnet sich nicht nur durch eine hohe Wattanzahl beim Motor aus. Ohne die richtige Leerlaufdrehzahl nützt nämlich der kräftigste Motor nichts.

Gute Produkte erkennt man daran, dass sie mit mindestens 4000 Umdrehungen je Minute arbeiten. Motorleistungen ab 1300 Watt sind ausreichend für eine zügiges Vorankommen. Richtig Spaß hat man aber erst ab 1500 Watt.

Schlitztiefe & Schlitzbreite

Hier wird oft damit geworben, dass die Werte variabel eingestellt werden können. Grundsätzlich gesehen ist dies auch praktisch. Allerdings muss man die Schlitze im Nachhinein eh verputzen. Daher ist es eigentlich egal, ob die Nut ein bisschen breiter oder tiefe als benötigt ist.

Viel wichtiger ist, dass man bei der Breite und der Schlitztiefe genügend Spiel hat. Nicht, dass man die Fräse für das geplante Vorhaben nicht einsetzen kann. Hierauf sollte man bei der Produktwahl also auf alle Fälle schauen. Ob variabel oder nicht, sollte bei der Kaufentscheidung keine allzu große Rolle spielen.

Staubsaugeranschluss

Wer beim Arbeiten nicht eingedreckt werden möchte, sollte einen Industriestaubsauger an der Fräse anbringen. Hierfür verfügt inzwischen fast jedes Modell am Markt über einen Staubsaugeranschluss.

Achte beim Kauf aber darauf, dass noch ein passender Adapter für deinen Staubsauger beiliegt. Ist dies nicht der Fall, hilft dir aber auch Panzertape weiter.

Softstart

Verfügt eine Mauernutfräse über diese Funktion, wird einem das Arbeiten sehr erleichtert. Man verliert beim Eintauchen in das Material nämlich nicht die Kontrolle über die Fräse bzw. tut man sich einfach leichter.

Das liegt daran, weil die Trennscheiben nicht gleich auf volle Leistung beschleunigen.Ein sehr nützliches Feature, das wir beim Arbeiten nicht mehr missen wollen.

Überhitzungsschutz

Damit die Fräse beim Arbeiten nicht zu heiß wird, sollte sie über einen eingebauten Überhitzungsschutz verfügen. Dieser sorgt dafür, dass sich die Fräse ab einer bestimmten Temperatur einfach abschaltet. Ein Feature, dass im Zweifelsfall über Leben und Tod entscheiden kann.

Ist der Motor einer Mauernutfräse aber mit einer Konstantenelektronik ausgestattet, kann man sich den Überhitzungsschutz sparen. Hier sorgt die verbaute Elektronik für ein frühzeitiges Abschalten der Maschine.

Filterrüttelanlage

Beim Fräsen kommt es zu einer enormen Staubentwicklung. Daher kann es vorkommen, dass sich der Filter mit Dreck zusetzt. Bei schlechten Modellen führt das zu Überhitzungsschäden oder einem vorsorglichen Ausschalten der Maschine. Hier sei dem oben erwähnten Überhitzungsschutz dank.

Allerdings kann man sich dies auch sparen. Denn gute Maschinen verfügen über eine Rüttelanlage für den Filter. So kann sich dieser erst gar nicht mit Staub und Dreck vollsetzen. Wer also professionell mit der Mauernutfräse arbeiten möchte, sollte auf dieses Ausstattungsmerkmal ganz besonders viel Wert legen. Für Heimwerker ist es eher uninteressant.

Spindelarretierung

Auch die Arbeitssicherheit sollte man bei der Kaufentscheidung nicht aus den Augen lassen. Zwar erfüllen alle Geräte am Markt die grundlegenden Voraussetzungen, aber einen feinen Unterschied gibt es doch. Die Rede ist von der Spindelarretierung.

Möchte man die Trennscheiben wechseln, aktiviert man diese und braucht sich keine Sorgen darüber machen, ob die Trennscheiben sich plötzlich drehen und einen verletzen. Trotzdem sollte man vorher den Netzstecker ziehen. Sicherheit geht nämlich immer vor.

Vibrationen

Dieser Punkt wird von den meisten Leuten leider zu sehr vernachlässigt. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, wirbt doch jeder Hersteller lieber mit einem starken Motor oder ein hohen Qualität. Dabei ist gerade dieser Aspekt so wichtig beim Kauf einer Mauernutfräse.

Vibriert die Maschine beim Fräsen nämlich zu sehr, stellt das für uns und viele andere Menschen schon ein K.O-Kriterium da. Denn keiner möchte mit einem Gerät arbeiten, das zu schmerzenden Händen und Armen führt.

Daher sollte man vor der Kaufentscheidung schauen, was andere zum Handling bzw. den Vibrationen schreiben. Nicht selten erlebt man echte Überraschungen.

Gewicht

Um in Sachen Handling auf der sicheren Seite zu sein, sollte man sich nicht nur auf die Testberichte und Kundenrezessionen verlassen. Vorsorglich sollte man sich auch Gedanken darüber machen, ob die Fräse nicht zu schwer oder unhandlich ist. Schließlich möchte man ja keine schweren Arme nach der Arbeit. Gerade ungeübte Heimwerker sollten hier aufpassen.

Zubehör

Unter diesen Punkt fallen viele verschiedene Dinge. So sollte sich im Lieferumfang ein robuster Transportkoffer befinden. Dieser ermöglicht es einem, die Maschine ohne Beschädigungen von A nach B zu bringen. Außerdem sollte im Inneren noch genügend Platz für Ersatztrennscheiben, die benötigten Schlüssel sowie anderen Kleinigkeiten sein.

Ist der Koffer vorhanden ist dies schon einmal erfreulich. Neben dem Koffer sollte man auf der Ausstattungsliste aber noch andere Dinge finden. So ist es nicht von Nachteil, wenn ein Beitel zum herausbrechen des Stegs zwischen den beiden Schlitzen vorhanden ist. Außerdem sollte noch eine deutschsprachige Bedienungsanleitung beiliegen.

Unser Fazit

Natürlich ist es am besten, wenn die künftige Mauernutfräse alle aufgezählten Punkte erfüllt. Allerdings sollte man seine Produktwahl immer an den eigenen Geldbeutel, das spätere Anwendungsgebiet sowie die Anforderungen auf der Baustelle anpassen.